100 Tage Sommer und ein erster Radausflug in Perth

Tag 100 steht für viele klene Großstadtabenteuer: Die Koffer und alles Sonstige vom Motel ins Apartment rollen, ist der erste Schritt. Beim Apartment herauszufinden, wie man hineinkommt, um unser Zeugs bis nach der Reinigung zwischenzulagern, ist da schon schwieriger. Und danach durch den riesigen King's Park in die Stadt zu wandern, erst recht. Am Ende, an dem wir einsteigen, ist nämlich keinerlei Beschilderung; unzählige Sandpfade führen durch Gebüsch, wie es wochenlang unseren westaustralischen Straßenrand gesäumt hat. Irgendwann aber kommen wir der Sache näher – einem wunderbaren Ausblick hinunter auf die Stadt, einem netten Cafe und dem Gratis-Bus, mit dem wir dann in die City fahren.

Dann kommen zwei Zwischen-Highlights: Max besucht den Vodafone-Shop, um sich neues Internet-Guthaben zu beschaffen, und ich gönne mir einen Besuch bei "Typo", dem schönsten Papierwarenladen weit und breit (okay, keine Kunst in Westaustralien, aber echt toll!). Danach spazieren wir weiter bis zum Cycle Centre, wo wir uns für die nächsten 10 Tage Fahrräder mieten. Die kleine Strafe für den vorher getätigten Großeinkauf folgt auf das gepäckträgerlose Fahrrad. Denn wohin mit dem Riesenpapiersack voller Typo-Goodies? Noch dazu bei diesem Sturm…

Es wird ein ziemlicher Kampf gegen den Wind und eine Herausforderung für den Gleichgewichtssinn und die Nerven, vor allem für Max, der meine Manöver von hinten beobachtet. Irgendwann fährt der Wind schließlich so in meine Papiertüte, dass mir nichts übrig bleibt, als das sperrige Teil flach auf den Lenker gebreitet weiterzubefördern. Ansonsten aber eine wunderschöne Fahrt entlang des omnipräsenten Swan River mit gelegentlichem Blick auf die  Skyline hinter uns.

Endlich im Apartment können wir auch auspacken. Es wurde in der Zwischenzeit gereinigt und wir haben nach vielen, vielen Wochen endlich wieder Platz! Was wir nicht haben, ist saubere Wäsche. Ergo folgt die Herausforderung Suche der Waschküche, Experimentieren mit deren Schloss und mit deren Geräten, gefolgt von einem Einkaufsritt zu Coles, wo Zutaten für die nächste GENUSSMEILE in unserem Rucksack und in einer Tragtasche, auf dem Fahrrad nach Hause zu balancierend, landen. Erschöpft vom ersten Großstadttag skypen wir mit zuhause und genießen es dann, endlich mal die Füße hochlegen ohne sie übereinander legen zu müssen.  


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