99 Köstlichkeiten und eine angekurbelte Regionalwirtschaft

Der Tag beginnt, wie die letzten beiden begonnen haben: nass und grau, sehr nass und sehr grau. Entgegen unseren Plänen, zwei Tage in Port Macquarie zu verbringen, beschließen wir, der vermeintlichen Sonne weiter im Norden entgegen zu fahren. Davor aber folgt ein kleines Gut-gegen-Regentrübsal-Programm ohne Koalas: wir frühstücken im Pancake Place köstliche Raspberry White Chocolate Pancakes, dann erkunden wir das neu erbaute Shopping Center neben dem Glasshouse Theatre, wo ich mich spät, aber doch zur echten Sydneysiderin küre. Denn ich finde endlich das ultimative Badetuch mit adretten weißen Fransen, wie es die Sydneysiderin von heute über die Schulter gehängt trägt, und dem glücklich machenden Firmenaufdruck „Seafolly“ in ebenso glücklich machenden Türkis-Blau-Tönen. Fehlt nur noch das passende Strandwetter. Bei Target folgt dann eine kleine fröhliche Aufrüstung anderer Wäscheteile und bei Terry White, einer Pharmacy, bekomme ich ein großes Säckchen voller Knieschmerzmittel mit den überzeugenden und Mut machenden Worten, dass diese ganz garantiert helfen werden.
 
Der Besuch beim Leuchtturm fällt angesichts des Regens eher kurz aus, der Coastal Walk aus ebendiesen Gründen sowie meinen Knieschmerzen ganz aus. Einen Abstecher in einem Bastelladen später stellt sich Hunger ein und Max setzt seine Erfolg versprechenden kulinarischen Empfehlungen fort: ein Besuch im Hog’s Breath Cafe mit der legendären Fingerfood Combo sowie in Michel’s Patisserie mit einer wunderbaren Banana Caramel Tart peppen unsere Laune und wir die Wirtschaft von Port Macquarie ordentlich auf. Aber dieser Ort hat es sich wirklich verdient: die idyllische Lage zwischen Buschland und Meer, überschaubarer Größe, aber ausreichender Infrastruktur, nette Lokale und Menschen, Einkaufsmöglichkeiten, die nicht nur auf Touristen ausgerichtet sind und das gesamte Auftreten haben den Ort schon einmal auf unsere Top-Liste gebracht, und da landet er sicher auch diesmal wieder.
 
Dermaßen gestärkt und besser gelaunt fahren wir 130 km nach Nambucca Heads. Wir finden einen kleineren, total schönen Holiday Park mit Beach Access, toller Vegetation und ein paar blauen Fleckchen Himmel. Diese geben wir uns während eines kurzen Spaziergangs am Meer und an der mit bemalten Steinen gesäumten Breakwall an der Flussmündung des Hastings River ins Meer und wir besuchen mehrere schöne Lookouts. Der Abend klingt bis auf einen Regenschauer trocken und teilweise sogar blauhimmelig aus. Von unserem Standplatz hören wir die Brandung, die Zikaden, diverse uns persönlich noch nicht bekannte Vögel und das Versprechen besserer Tage. In der Camp Kitchen, einer umgewandelten ehemaligen Cabin, bereiten wir uns einen köstlichen Salat zu, um dann vor dem Campervan in der Dämmerung zu lesen und zu bloggen. Life can be good after all. Wie gut eine kleine Food & Retail Therapie doch wirkt!

 


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