Verlaufen!

Erster Tag in Lissabon – erster Schock! Ich habe mich verlaufen, etwas was mir in dieser Form noch nie passiert ist!

Wieder einmal hat Max unser Hotel gebucht und nach dem bahnhofsnahen Wellensittichkäfig für maximal einen kleinwüchsigen Sittich, den wir in Luxemburg bewohnten, hatte er in Lissabon entweder ein Goldhändchen oder sehr viel Glück.

Das Apartment-Hotel, in dem wir gelandet sind, hat nämlich: 1 Wohnzimmer mit Couch, Fauteuils (ja, Plural), Esstisch, 4 Stühle, Kredenz mit Flach-TV und einem Schrank, weiters einen Vorraum, eine geräumige Küche mit Kühlschrank, Mikrowelle, Minibackrohr und 2 Herdflammen, und 1 Klo-Bad. Dieser überwältigende Anblick bot sich mir beim Hereinkommen, und ich war begeistert von soviel Platz! Bis mir auffiel, dass das Schlafzimmer fehlte. Ein Ausziehsofa im Wohnzimmer? Naja, auch okay. Doch dann die Überraschung: es gibt auch noch ein eigenes Schlafzimmer mit eigenem Fauteuil und Schrank!

Kein Wunder, dass man hier auf der Suche nach dem anderen, der Kamera oder sonstwas viele Schritte zurücklegt, die andernorts (London, Singapur, Luxemburg, um nur einige zu nennen) undenkbar wären. In Liuxemburg hätte man alleine im Wohnzimmer 2 Zimmer untergebracht, in Singapur wäre sich ein Zimmer im hiesigen Badezimmer ausgegangen und von London rede ich nicht – entweder das Londoner Zimmer ist in der Erinnerung weiter geschrumpft oder es hätte wirklich in den hiesigen Vorraum gepasst.

Weitere Highlights:

– das Wetter (blauer Himmel, 34,5 Grad)

– die Leute (supersuperhilfsbereit, vom Busfahrer bis zum Hotelportier, denn obwohl ich dank Spanisch-, Italienisch- und anderen Kenntnissen vieles lesen kann, verstehe ich genau kein Wort, weiß jetzt aber, dass es sich lohnt, mindestens 1-2 "sch"-Laute in jedes Wort einzubauen, was die Chance erheblich steigert, verstanden zu werden!)

– das Flair der Stadt, in dem die Zeit irgendwann mal stehen geblieben ist, ohne dass es jemandem negativ aufgefallen wäre

– die urigen Straßenbahnen, die durch engste Gassen fahren und einem, ohne müde Füße zu verursachen, einen Eindruck von der Stadt bescheren

– unerwartetes Gratis-(Kabel)-Internet im Hotelzimmer, wenn auch nur mit einem ausgeborgten Kabel mit der neuen unpraktischen Länge von 20 cm, was dazu führt, dass ich auf der Sofalehne pilatesähnliche, wenngleich weitaus weniger entspannende Haltungen einnehmen muss, um das Kabel, das noch dazu nicht ganz einrastet und bei jeder Bewegung der Luft im Umfeld des Kabels die Internetverbindung verliert, nicht aus der Dose zu reißen

– statt Bahnhofsnähe diesmal die Nähe zum spanischen Supersuperkaufhaus El Corte Inglés!

So, und jetzt gehe ich Max suchen! Die Musik, die, wie ich vermutete, aus dem Nachbarzimmer kommt, dringt nämlich aus unserem Schlafpalast!

 
 

 


Kommentare

Verlaufen! — Ein Kommentar

  1. ´hihi – im Zimmer, den Zimmern verlaufen??? Max wollte wohl mal richtig draufmachen. Na ja – je oller, je doller sagt man bei uns :-))
    und ein Herd im Zimmer …ich weiß schon was da kommt !!! Viel Spaß

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert