Sommer in der Stadt

Ich habe es ja gewusst odern zumindest mit großer gewissheit geahnt: wenn man es schafft, sich lange genug hinzusetzen, -legen, -stellen und (mehr oder weniger) nichts zu tun, stellt sich irgendwann unweigerlich eine große lösung ein – für eines der 100 kleinen probleme, eine der fünf zentralen fragen der eigenen gegenwart oder eines der 777 bevorstehenden probleme, von deren existenz man noch nichts ahnt und deren lösbarkeit sich einem noch ebenso wenig erschließt wie deren unlösbarkeit. das lässt einen mitten im nichtstun mit dem problem zurück, wie aus heiterem himmel unzählige lösungen angehäuft zu haben, zu denen man kein passendes problem zu finden in der lage ist.

wie archiviert man lösungen für noch unbenannte probleme? gibt es eine tauschbörse? vielleicht habe ich ja überhaupt nur lauter lösungen gefunden, die für andere menschen bestimmt waren? wie könnte ich in diesem fall mit solchermaßen verschwendeter kreativer energie klarkommen?

natürlich durch nichtstun! sommertage sind dafür schließlich perfekt geeignet. und warum auch die anderen jahreszeiten durchaus fürs nichtstun taugen, wird mir heute im strandkorb schon noch einfallen. wenn nicht: auch egal, dann muss eben eine andere lösung als lebensinhalt für einen sonnigen nachmittag herhalten….

 
 
 

 


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