Herbst von einer schönen Seite

Nachdem ich gestern glorreich im Gewerbepark Stadlau meinen 500sten Radkilometer im September und den 1.500sten in den letzten 3 Monaten "gefeiert" habe und es mit meinen gestrigen Erledigungen immerhin auf 17 km brachte, stand heute wieder eine Sportfahrt auf dem Programm. Es wurden trotz starkem Wind recht hübsche und schon sehr herbstliche 27 km. Das Angenehme beim Radfahren: ich kann mir in aller Ruhe überlegen, was ich zuhause in der Freizeit anstellen werde und was ich in der Küche zaubern werde. Ich erfinde radelnderweise Rezepte, ersinne neue Kombinationen, habe 100 neue Ideen, die ich gar nicht gebraucht hätte, denke über meine Seifensiedeversuche nach und über das Leben auch gleich, weil ich schon dabei bin. Dann stelle ich wie schon so oft in den letzten Monaten fest, dass ich schon viel weiter geradelt bin als geplant – was besonders dann sehr unangenehm ist, wenn ich mich vom Rückenwind treiben habe lassen und zu meinem immer wieder bassen Erstauen dann der Gegenwindpart noch ansteht. Dieser ist nämlich weitaus weniger geeignet, um Pläne zu schmieden und Ideen zu haben. Aber mittlerweile erschüttert mich der Wind gar nicht mehr soooo, was mich sehr begeistert.

Was mich zumeist vor meinen eigenen neuen 100 Ideen bewahrt, ist die Tatsache, dass ich mir neuerdings verbiete, etwas zum Schreiben mitzunehmen. Was ich mir nicht bis zuhause merken kann, ist es wohl nicht wert, gemerkt zu werden, so meine neue Theorie über die natürliche Selektion meines halbsenilen Gedächtnisses. So kommt es, dass ich derzeit parallel "nur" Backen, Seifensieden, Stricken und viel Sport habe – von kleinen Exkursen in mein Bastelstudio, zur Kamera und zum Musikherunterladen mal abgesehen. Wenn ich dann wieder mal nicht weiß, wo ich anfangen, weitermachen oder fertig machen soll, wende ich mein ebenfalls neues "Prinzip des größten Chaos" an. Jene Baustelle, deren Beseitigung die Wohnung am schnellsten und umfassendsten wieder wohnlich aussehen lässt, wird in Angriff genommen. Für die anderen Baustellen hingegen heißt es: Warten. Ich hoffe, sie sind geduldiger als ich!

 


Kommentare

Herbst von einer schönen Seite — 1 Kommentar

  1. Die Muffin Förmchen aus Keramik sind ja toll! Abr fast zu schade um die für Seifen zu verwenden- ich werde nun bei Laegel im November mal Minimuffinformen für Seife extra kaufen.  Hast du nun das Palmfett bekommen? Ich bin schon ganz hippelig und möchte anfangen, aber nun heißt es warten auf die Öle, Thermometer, Sheabutter und Rhizinusöl.  Das hab ich mir zum Geburtstag geschenkt. 
    Du scheinst ja noch zum Herbstfan zu werden! 🙂 
    So, dann schönes Wochenende! xxxC.

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