Home at last

Wien hat uns wieder. Uns, aber nicht unseren alten Koffer, den wir sowohl in New York am Flughafen noch einmal gesucht haben, als auch in Wien. Erfolglos. Und unter höchst unerfreulichen Zusammenstößen mit den Zuständigen bei United Airlines in den USA. Sowas von Null-Engagement und Desinteresse habe ich selten erlebt.

Als "Ausgleich" dafür mussten wir für den neuen und seinen Inhalt 50 USD Übergepäck bezahlen – das durften wir aber erst, nachdem wir 10 Bücher ausgeräumt und das Koffergewicht somit auf die maximal zulässigen 70 Pfund pro Gepäckstück verringert hatten. Das Fiese: hätten wir zwei Koffer gehabt, hätten wir pro Person 50 Pfund transportieren dürfen…

Wie auch immer: beim Ausräumen von Koffer und Handgepäck, zwischen jetlagbedingten kleinen Zusammenbrüchen unter der Decke und auf der Couch, beim Sondieren der Fotos und kulinarischen Erinnerungen bleibt ein netter Nachgeschmack an einen Weihnachts-/Silvesterurlaub der etwas anderen und etwas kälteren Art.

Wien ist auch sehr kalt, aber auch sehr grau, was wir gar nicht so gewohnt sind. Ebenso wenig wie die erschreckend armseligen Öffnungszeiten: nix von wegen rund um die Uhr zum Supermarkt fahren! Und weit und breit kein Deli ums Eck, wo man schnell mal Bagels holen könnte… Also werde ich wohl doch mein Auto von der Eis-Schmutz-Decke befreien und mich nochmals in die Kälte bequemen (welch unpassender Ausdruck!) müssen. Max urgiert gerade, dass der Deli hier "Esso" heißt und eine Tankstelle mit Laden, mittlerweile ein Laden mit Tankstelle, ist. Okay, er hat Recht, aber ein Deli hat eben doch ein anderes Flair.

 


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