Phil O’Sophy schlägt zu

Auf 20 Radkilometern durch den sonntäglichen Nebel, der (auch heuer wieder) mindestens 1 Monat zu früh kommt, geht mir einiges durch den Kopf. Inside ist heute nämlich weit mehr los als outside, denn alles, was was hergeben könnte, steckt unter und hinter einer dicken Nebeldecke. So kommt es unter anderem zu folgenden Überlegungen, die beim Portieren meines Auszeit-Blogs zum Vorschein gekommen sind, Betrachtungen aus dem Jahr 2009 beim Rückblick auf das Auszeitjahr. Und es gibt mir zu denken, wie simpel ich nicht nur in, sondern auch nach der Auszeit ans Leben herangegangen bin.
 
Als mich die sanften Schnarchgeräusche von Max schließlich überzeugen, ins Bett zu kommen, ereilt mich eine letzte Erkenntnis: Was soll das Grübeln – lebe! Und so bekommt das Jahr 2009 für mich und von mir zwar keine guten oder anderweitigen Vorsätze, aber ein neues Motto: MUT!
 
Was ich mit fröhlicher, aber nicht zusammenpassender Unterwäsche in der Auszeit begonnen habe, darf fortgesetzt werden: mit neuen Kombinationen und neuen Unterfangen, mit kleinen und großen Mutproben und Abenteuern im Kopf. Wie hat schon der Glücksforscher Eric Weiner in seinem Buch "The Geography of Bliss: One Grump’s Search for the Happiest Places in the World", das ich in den letzten Tagen verschlungen habe, so treffend zum Thema "Being boring is a choice" gesagt: "die milde Salsa kauft sich nicht von selbst", und er könnte nicht rechter haben. Übrigens liefert er auch eine mögliche Erklärung dafür, dass die Amerikaner so mobil sind: "Is it the energy of these places that attracted those people to them? I’m not so sure. A better explanation, I think, is that they gave themselves permission to be different people in different places." Will ich womöglich gar nicht für länger nach Australien, sondern will einfach nur (wieder) die Unbeschwerte sein, die ich in Australien noch jedes Mal war?
 
Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon das lila T-Shirt zum orangen Sweater (da fällt mir ein, ich habe gar keinen orangen Sweater), das erste Wohnmobil mit selbst kreiertem Innendesign (schon mal was von ausklappbarer Staffelei oder einklappbarem Backrohr gehört?), einen Job mit ganz hohem Spaßfaktor (nein, ich habe nicht zuviel getrunken, aber ich glaube, ich habe einfach genug von all dem Krisengewese) und vielem mehr. Symbolisch entsorge ich noch schnell drei alte T-Shirts und dann heißt es umfallen und schlafen.
 
Und das tue ich in Kürze auch. Das Sofa ruft schon sehr laut! Dass einen die eigenen philosophischen Gedanken auch immer so müde machen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.