Dänemark

Letzte Aktualisierung: 23.04.2014

Fotoimpressionen aus Kopenhagen

Kopenhagen hat etwas: Es ist überschaubar genug, um den armen Touristen nicht zu überfordern und bietet zur Stärkung sicherheitshalber an jeder Ecke nette “bageris” (Bäckereien) und Cafés mit relativ günstigen und sehr leckeren Frokost- und Brunch-Buffets! Dazwischen unaufgeregt hübsche Backsteinarchitektur, nette Gassen, hübsche Kirchen, Parks und Schlösser – ganz zu schweigen vom Hafen und dem Meer! Mit den Cafes ist dann auch gleich das Programm bestimmt, wenn es wieder mal regnen sollte: “hyggelig” sein (gemütlich) geht hier ganz einfach! Egal ob im August 2011 oder zu Ostern Ende April 2014 – Kopenhagen inspiriert durch Lage, Mentalität und Design.

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Tipps zum Nachreisen, Nachlesen und Nachshoppen

BESICHTIGEN

Fischerdorf Dragor
Eine halbe (naja dreiviertel) Stunde Busfahrt (350S, z.B. ab Norreport) außerhalb von Kopenhagen liegt dieses kleine Fischerdorf mit seinen engen kopfsteingepflasterten Gassen, überwucherten Hausmauern mit Stockrosen und natürlich viel Meer. Ob Hafencafé, kleine Läden oder gar leckerer fangfrischer Fisch draußen am Steg – hier kann man mit Blick auf die aus dem blauen Nichts aufragende Oresund-Brücke richtig gut Großstadtpause machen.

Oper & Fähre Oper – Nyhavn
Wer etwa eine Dreitageskarte für die Öffis hat, ist auch zu Fahrten mit diversen Fährbooten (havnebussen) berechtigt. So kann man etwa nach der Besichtigung der wunderbar gelegenen Oper, bei deren Anblick unweigerlich Sydney-Erinnerungen aufkommen, mit der Fähre nach Nyhavn übersetzen und bekommt so auch gratis einen herrlichen Blick auf den Kanal von Nyhavn und ein Museum, dessen Name mir nicht mehr einfällt.

Kanalrundfahrt
Für einen Überblick über Kopenhagen vom Wasser aus empfiehlt sich eine Bootsfahrt. Dabei entdeckt man etwa die Torpedo Hall Apartments-Wohnhausanlage am Wasser in einer ehemaligen Bootsfabrik, von der man einen Traumausblick haben muss, oder entdeckt neue, hübsche Stadtviertel, wie etwa Christianshavn. Tipp: Bei der Ablegestelle Nyhavn gibt es zwei Anbieter; wenn man den nimmt, der ein paar Schritte weiter entfernt vom Kanalende liegt, zahlt man fast nur die Hälfte!

Metro-Fahren Richtung Vestamager
Wer eine Pause vom Gehen braucht und etwas Witziges erleben will, steigt am besten in die U-Bahn – und zwar ganz vorne. Diese fahren nämlich ohne Schaffner und man kann sich also selbst in dieser Rolle wähnen. Die Fahrt nach Vestamager führt durch moderne Wohnviertel mit spannender Architektur. Am Rückweg in die Stadt kann man dann gleich einmal in seiner Hippie-Vergangenheit kramen, wenn man in Christianshavn aussteigt (siehe nächster Tipp).

Botanischer Garten (Botanisk Have)
Ein kleines grünes Idyll nahe der Station Norreport mitten in der Stadt ist der botanische Garten, der vor allem im Frühling bezaubert.

Christiania, Station Christianshavn
Diese Freistadt existiert seit 1971 und an einem Sommertag ist es hier richtig gemütlich. Man sitzt im Freiluftcafe “Elmoland”, trinkt etwas und sieht den alternativen Dänen zu, die hier ihre “Zelte” aufgeschlagen haben und mit der Besetzung dieses Areals gegen die zu hohen Wohnungspreise protestierten. Farbenfrohe Graffitis auf den Hausmauern sowie buntes Kunsthandwerk (seltsamerweise sehr beliebt gestrickte Jamaika-Mützen) dominieren das Stadtbild. Harte Drogen sind hier übrigens laut selbst aufgestellten Gesetzen ebenso verboten wie Waffen, Autobesitz, Gewalt und – leider auch – das Fotografieren.

Christianshavn
Ein netter Stadtteil direkt am idyllischen Kanal gelegen – entdeckt bei der Bootsfahrt, gleich nachher auch zu Fuß besucht!

Tivoli
Auch wenn man keine Lust auf Hochschaubahnen hat, in der riesigen Parkanlage des Tivoli kann man herrlich spazieren. Besonders schön ist es hier in der blauen Stunde, wenn die Lichter nach und nach angehen und der “Taj Mahal” bald herrlich erstrahlt. Es gibt ein Ticket, das nur zum Eintritt in den Park berechtigt und entsprechend billiger ist.

ESSEN

Bäckerei Lagkagehuset
Diese “bageri” (Bäckerei) ist eigentlich eine Kette und das ist gut so. Denn so viele leckere Brot- und Brötchensorten, süße Schnecken und Kuchen habe ich selten wo gesehen. Meine persönlichen Lieblinge, nicht zuletzt wegen ihrer Namen: das Rabarberhorn und die Direktorsnegl (Rhabarberkipferl und Schokoschnecke). Ebenfalls toll: die Kaneelgifler (Zimttasche) und die Christianshavntaerte, ein Nusstörtchen mit Erdbeermousse.

Joe & the Juice, u.a. im Magasin du Nord
Die Geschäftsidee, gesunde Drinks und kleine Snacks in trubeligen Kaufhäusern oder anderen Einkaufsgegenden in gemütlichem Ambiente mit guter Musik anzubieten, hat sich durchgesetzt. Auch ich habe mich in Joe und seine Drinks verliebt!

Cafe Stella
In einer Parallelstraße zur Shoppingmeile Stroget liegt dieses Lokal, das m Wochenende herrlichen Brunch anbietet. Zum Drinnen- oder Draußensitzen. Bei Regen wie in unserem Fall ist es drinnen am Fenster so richtig “hyggelig” (gemütlich). Herrlich knusprige Fischbällchen, Chicken Wings und Chicken Nuggets! Um nicht mal 10 EUR ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis.

Cafe Zirup
In einer Parallelstraße zur Shoppingmeile Stroget, der Laederstrade, liegt auch dieses Lokal mit Straßnebereich und wunderbaren Burgern und einer hervorragenden hausgemachten Limonade mit Minze und Passionsfruchtsirup.

Riz Raz
Hier gibt es auch wochentags Buffet, und zwar vegetarisches! Tolle Falafel, Fladenbrötchen, Salate (Brokkoli mit Frischkäse und Trauben etwa), Hummus, Pesto-Variationen, Melanzanisalat uvm zum Drinnen- oder Draußengenießen um rund 10 EUR – ein echtes Schnäppchen!

Cafe Royal
Direkt neben der königlichen Porzellanmanufaktor liegt dieses Cafe in einem netten Hinterhof. Die Einrichtung ist umwerfend kitschig, dezent, bunt (ja, diese Mischung ist möglich) und die Spezialität des Hauses sind Smushis – Smörebrod in Sushi-Form serviert, auf königlichem Geschirr übrigens. Lecker!!

Cafe Europa
Auf dem wurligen Platz Amagertorv 1 mitten auf der Stroget kann ein genüssliches Päuschen nie schaden. Besonders wenn man wie hier auch noch sehr gut isst, etwa einen Blaubeer-Cheesecake oder ein Rhabarbertrifle aus dem Glas. Auch die Rhabarberlimonade ist einen Versuch wert! Gestärkt geht es dann weiter ins Kaufhaus Illum, wo es in einem Haus nur Design und im anderen allerlei Kaufhäuslichkeiten gibt.

Dragor Rogeri, Dragor
In dieser Fischräucherei auf der Mole des kleinen Fischerdorfs Dragor lässt sich herrlich frischer Fisch speisen. Besonders empfehlenswert die frischen extraflauschigen Fischbällchen mit Superkruste und die Lachssorten, deren Filets mit der Schere heruntergeschnitten werden. Dazu wird Brot und Curry-Remoulade serviert. Gegessen wird rustikal auf Bänken vor der roten Holzhütte mit Blick auf den Hafen.

Louisiana Cafe, Humlebaek
Das Museum moderner Kunst hat auch in Sachen Kulinarik etwas zu bieten. Leckere Sandwiches und Süßigkeiten laden zu einer Pause auf der Terrasse des Cafés mit Blick auf Garten und Meer ein. Am Wochenende wird ein leckeres Brunch-Buffet serviert, das man im Freien mit Blick auf das Meer genießen kann.

SHOPPEN

Sostrene Grene “All over the world”
Mitten auf der Stroget liegt dieser Laden, der eine unheimliche Fülle an Deko- und Küchenartikeln führt. Auch wunderbare Tagebücher gibt es hier, tolle Papierwaren und jede Menge Inspiration. Mein erster Anlaufpunkt in Kopenhagen, wenn es um Shopping geht.

Helbak & Schernig
Traumhaftes Geschirrdesign (Helbak) und hübscher Schmuck (Scherning) in der Laederstrade parallel zur Stroget!

Buchladen “Politikens Boghal” Rathausplatz
An der Ecke des Rathausplatzes, wo die Fußgängerzone beginnt, liegt dieser Buchladen, der auch viele englische Bücher sowie einiges an Kochbüchern – auch ein paar in Englisch – zu bieten hat!

Illum
Bei Illum gibt es in einem Haus nur Design und im anderen allerlei Kaufhäuslichkeiten. Dort hat es mir v.a. der 4. Stock angetan: Bücher, Stoffe und Einrichtungsallerlei laden zum Verweilen und Kaufen ein. Gut, dass ein kleines, durchaus einladendes Café für “bored husbands” vorhanden ist.

Magasin du Nord
Ein mehrstöckiges Shoppingparadies am Ende der Stroget in der Norregade 7. Im 4. Stockwerk findet man edles Geschirr der dänischen Marke Miss Etoile sowie bunte Cupcake-Hütchen und Strohhalme sowie das stylische Geschirr von Bloomingville und eine Fülle anderer Design-Traummarken für ein noch schöneres Zuhause. Im Erdgeschoß ein kleiner Ableger von Paperchase mit hübschem Papierallerlei sowie eine Filiale von Joe & the Juice zur Stärkung. Im Untergeschoß gibt es Delikatessen zum Sofortessen (Meyer’s Deli) oder Mitnehmen sowie ganz viele, ganz teure internationale Zeitschriften. Fazit: Love, love, love!

Notre Dame
Ein Paradies für Deko- und Küchenartikelfans: bunte Tabletts, weiße Etageren, entzückende Keramikvasen, nette Karten und viel bunter Krimskrams, einige hübsche Wachstuchdesigns für die mittelgroße Börse und viele andere Glücklichmacher für das kleine Shoppinghoch zwischendurch.

Stof 2000, z.B. und vor allem Frederiksborggade 24
Ein toller Laden für alle, die gerne nähen. Im rechten Geschäft gibt es traumhafte Stoffe für den Innenbereich inklusive einer überwältigenden Auswahl an günstigem Wachstuch in hübschen und skandinavisch-stylishen Mustern, im linken Zubehör und Stoffe für Kleidung.

Gronlykke
In dem kleinen Laden in der Laederstrade verbirgt sich im 1. Stock eine unglaubliche Auswahl an tollen Stoffen, darunter die größte Auswahl an Wachstuch, die ich jemals gesehen habe, wenn auch nicht annähernd so günstig wie bei Stof 2000.

Retro Villa
Ebenfalls in der Laederstrade befindet sich dieses Kellergeschäft, das sich auf Vintage-Tapeten spezialisiert hat und diese wunderbar dekoriert hat. Alleine die Gestaltung des Ladens ist einen Besuch wert.

Panduro
Der einzige Bastelladen, den ich in Kopenhagen finden konnte. Von allem ein bisschen: Basteln, Malen, Nähen.

Atrium
In Bahnhofsnähe gelegener kleiner Laden, der neben modernem Design auch viele Mumin-Artikel führt.

Tiger, viele Filialen
In der Stroget, aber auch andernorts, findet man Filialen dieses bunten Wunderladens. Von Spielzeug über Geschirr und Papierwaren findet man hier alles. Es hilft, bunte Farben zu lieben!

Build a bear
Am Eingang zum Tivoli liegt dieses Geschäft für Bärenfreaks. Hier kann man sich Bärensets aller Art zulegen: selber stopfen, selber anziehen. Mein theoretischer Liebling: der Hula-Tanz-Bär und jener mit Flossen und Taucherbrille! Zu Ostern 2014 wirkte dieser Laden eher mickrig, mal sehen, was daraus wird…

Rungsted Havn
Am Weg nach Dragor kommt man etwa bei einem Besuch des Karen Blixen-Museums fast am Hafen Rungsted vorbei. Dort spiegeln sich Boote, Schiffe und Jachten im Wasser und der lange Steg ist von Lokalen und Shops gesäumt. Wunderschön!

Karen Blixen Museum, Rungsted
Das Museum wird umgeben von einer riesigen Waldlandschaft und einem hübschen Garten, die man kostenlos erkunden kann. Auch das Café sieht wunderbar einladend aus!

Laura Ella, Dragor
Wunderbarer Kramladen im Fischerdorf! Besonders witzig: die lustigen Schilder, die man hier käuflich erwerben kann! Auch sonst wunderhübsche Deko, wie etwa Vintage-Buchstaben aus Holz für die Wand, schöne Retro-Postkarten, ein bisschen Kulinarik im Glas und viel Liebe.

Irma, Kopenhagen und Dragor
Diese Supermarktkette hat über die Stadt verteilt und auch in Dragor Filialen. Viele Eigenmarken und lokale Leckereien wie etwa herrliche Beerensmoothies aus der Flasche.

Gastro Kobmand, Dragor
Ein kleiner, liebevoll designter Kaufmannsladen verkauft draußen auf den Bootsstegen allerlei Kulinarikköstlichkeiten sowie kleine Geschirrteilchen. Ein paar Kostproben gibt es auch!