Berichte aus “99 Tage Sommer”

Letzte Aktualisierung: 01.05.2013

Auf der Seite mit den Berichten aus "99 Tage Sommer" gibt es über die regelmäßigen Momentaufnahmen in den Blog-Einträgen hinaus allerlei Informatives, Unterhaltsames oder Inspirierendes. Diese Berichte sind Teil der GENUSSMEILEN von unterwegs, die ohne PDF auskommen müssen. Gemeinsam mit den Rezepten aus "99 Tage Sommer" ergeben die Berichte ein umfassendes und genussvolles Bild von den Destinationen in Ozeanien, die wir im Rahmen unseres Winterfluchtprojekts entdecken.

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Zu den Rezepten aus "99 Tage Sommer"…

12.5.2012 – GENUSSMEILE 45: Kulinarische Köstlichkeiten und Reisetipps aus Perth, Westaustralien

Meine Drei in Perth: Lieblingslokale

Meine Drei in Perth: Lieblingsplätzchen

Meine Drei in Perth: Lieblingslokale

Während der Rest von Westaustralien kulinarisch mehrheitlich der Tradition treu geblieben ist (Stichwort Fish & Chips, Bacon & Eggs), hat Perth einiges an Traumlokalen mit kreativer Küche zu bieten. Wobei das mit den Traumlokalen natürlich an der tollen Lage von Perth liegt: eine Großstadt mit glasklarem Meer ist von Haus aus schon unwiderstehlich…

1) Sayers Sisters, Northbridge, Perth: Dieses reizende Lokale ist die kleine Schwester des Sayers im Stadtteil Leederville und bietet neben wunderbaren Kuchen und anderen Speisen auch ein traumhaftes Ambiente, mehr Platz und viel Inspiration in jeder Hinsicht! Es gibt sogar eine erkleckliche Auswahl an glutenfreien Köstlichkeiten!
 

2) Clancy's Fish Bar-Cafe, City Beach, Perth: Natürlich ist der Cottesloe Beach einer der schönsten in Perth, aber er ist auch recht voll, recht touristisch und ein klein wenig charakterlos. Der City Beach hingegen mag vielleicht keinen so klangvollen Namen haben, dafür aber einen Traumstrand mit einem einzigen, dafür umso schöneren Lokal: dem Fish Cafe. Hier kann man mit Blick auf den Strand kleine und große Köstlichkeiten genießen. Und zu Ostern wird den Törtchen ein kleines Schokoei aufgesetzt. Wow!

 
3) Barchetta, Cottesloe Beach, Perth: Freilich haben wir auch am Cottesloe „unser“ Lieblingslokal gefunden. Die Auswahl ist größer als am City Beach, doch das Barchetta hat mit dem traumhaften Ausblick von der Terrasse über dem Strand unser Herz erobert. Die knusprigen Lemon & Pepper-Tintenfischringe waren hervorragend. Danach kann man noch zu „Red Spoon“ auf ein köstliches Frozen Yogurt gehen! Oder ins Meer, denn dazu ist es ja da. Einer meiner schönsten Badetage war ein 40 Grad-Tag, den ich überwiegend im Meer am Cottesloe Beach verbracht habe.
 

Meine Drei in Perth: Lieblingsplätzchen

Perth hat erstaunlich viel zu bieten, denn neben einer hübschen Skyline vor dem noch hübscheren Swan River gibt es auch großartige Radwege. Eine Großstadt per Rad zu erkunden, hat einfach etwas, und wenn man mit dem Rad sogar bis zu tollen Stränden fahren kann, ist der Spaß doppelt groß. Es versteht sich von selbst, dass die in den „Lieblings-lokalen“ genannten Strände Cottesloe Beach und City Beach zu meinen absoluten Lieblingsplätzen in Perth zählen. Doch es gibt noch ein paar mehr.
 
1) Das Radwegenetz entlang des Swan River
 
Hier könnte ich bis zum Umfallen radeln, was angesichts der gelegentlich aufkommenden Winde näher lag als erhofft. Der Blick auf die Skyline und das Wasser entschädigt aber für fast jede Mühe. Die Statue Eliza, die heimlich immer neu eingekleidet wird, sowie das entzückende Badehäuschen aus der Zeit, als hier noch ein öffentliches Bad war, sind immer ein guter Grund, um bei einem Fotostopp durchzuschnaufen. Auch der Radweg nach Burswood durch das nahezu mondäne South Perth ist großartig. Hier kann man übrigens gut auf einem Holzsteg mit City-Blick rasten und die Fülle an eigentlich sehr hübschen Quallen bewundern und der Zeit in aller Ruhe beim Vergehen zusehen.
 
2) King‘s Park
Dieser riesige Park mit botanischem Garten aus dem Jahr 1872 liegt auf einem Hügel und bietet neben wunderbarer Botanik tolle Ausblicke auf die Stadt und den nahezu omnipräsenten Swan River. Über einen Treetop Walk gelangt man in die anderen Teile des Parks. Überall wird gepicknickt, gefeiert, gespielt! Der Shop „Aspects of Kings Park“ ganz oben verkauft übrigens tolle Kunstgegenstände und andere Kleinigkeiten, die sich gut als Souvenir und Mitbringsel eignen.
 
3) Der Bell Tower
Als ich erstmals vom Bell Tower las, der sich als Gegenstück des Londoner Big Ben bewirbt, war ich skeptisch. Doch sobald ich das erste Mal unter den Palmen vor dem modernen Gebäude des Bell Tower saß und meinen Blick durch die Palmenblätter hinauf auf den Turm und die dahinter liegende Skyline schweifen ließ, war ich begeistert. Im Hintergrund kreischen Rosenkakadus und zu bestimmten vollen Stunden wird der Tower auch seinem Namen gerecht und läutet. Ein wunderschönes Plätzchen, an dem man sich übrigens sein ganz individuelles Liebesschloss fertigen lassen kann. Dieses kann man vor dem Bell Tower auf eine lange Kette hängen oder mitnehmen, um es anderswo aufzuhängen! Ein weiteres Glück: Der Radweg führt direkt vorbei und ermöglicht auch hier tolle Ausblicke auf den Fluss. Wer Lust auf eine Begegnung mit Kängurus hat, zweigt vom Bell Tower Richtung City ab. Im Park auf der anderen Straßenseite des Bell Tower gibt es in der St. George‘s Terrace lebensgroße Bronzestatuen von Kängurus, die eine erste Annäherung an diese Beuteltiere ermöglichen!
 

12.4.2012 – GENUSSMEILE 44: Aus Westaustralien für alle Fans der GENUSSMEILE

Kurioses aus Westaustralien

Meine Reise-Drei des Monats: Lieblingsplätze in Westaustralien

Kurioses aus Westaustralien!

Auch Westaustralien hat Kurioses zu bieten. Das verwundert eigentlich nicht besonders, wenn man einmal live gesehen hat, wie einsam es dort ist, welche unermesslichen Entfernungen zwischen Orten liegen – geschweige denn zwischen Städten. Als Bewohner kommt man da aus der kreativen Not heraus scheinbar auf manch sonderbare Idee.

1) So etwa empfiehlt der Lonely Planet-Reiseführer einen Besuch des "historischen" (alles ist relativ) Städtchens Northampton im Oktober zum Event "Airing of the Quilts". Dann werden hier nämlich die Patchwork-Decken gelüftet und die historischen Bauten für einen Tag mit diesen angeblich wunderschönen Patchwork-Bettdecken verziert. Das wäre doch mal ein ganz besonderer Grund für einen Roadtrip durch Westaustralien, oder?

Impressionen aus dem Jahr 2012 gibt es hier auf youtube.

2) Schon mal was von Oster-Bilbys gehört?

Bilbies, so genannte Kaninchennasenbeutler (Macrotis), sind eine Gattung aus der Beuteltierordnung der Nasenbeutler (Peramelemorphia). Sie werden heute als eigene Familie Thylacomyidae klassifiziert, so Wikipedia. Kaninchennasenbeutler sind wie alle Nasenbeutler stämmig gebaute Tiere mit langgezogener Schnauze. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 20 bis 55 Zentimeter, der Schwanz misst 12 bis 29 Zentimeter. Das Fell dieser Tiere ist lang, weich und seidig, es ist an der Oberseite graubraun bis blaugrau und an der Unterseite weiß gefärbt. Der Schwanz trägt am Ende eine kleine, weiße Quaste. Der Kopf wird durch die zugespitzte Schnauze und die großen, fein behaarten Ohren charakterisiert. Die kräftigen Vorderbeine sind an das Graben angepasst, sie tragen fünf Zehen, wobei die erste und die fünfte rückgebildet sind. Die drei großen mittleren Zehen sind mit Krallen versehen. Die Hinterbeine sind lang und känguruähnlich und dienen der hoppelnden Fortbewegungsweise.Es handelt sich dabei um eine vom Aussterben bedrohte Säugetierart in Australien.
 
Um ihr Überleben in der der Natur sicherzustellen, werden heute in Australien zu Ostern zusätzlich zu den herkömmlichen Osterhasen auch Oster-Bilbies verkauft. Ein Teil des Erlöses kommt angeblich der Arterhaltung zugute. Wobei: So neu ist das Konzept der Oster-Bilbys gar nicht. Bereits im März 1968 verfasste die damals neunjährige Rose-Marie Dusting eine Geschichte mit dem Namen "Billy The Aussie Easter Bilby". 1991 verwendete die Foundation for Rabbit-Free Australia erstmals das Konzept des Oster-Bilbys, um aufzuzeigen, welche Schäden Kaninchen in Australien anrichten, da sie die Landwirtschaft nachhaltig beeinträchtigen. Seitdem wurde das Konzept des Oster-Bilbys vom Konditor Darrell Lea aufgegriffen, der einen Teil seines Gewinns der Foundation spendet. Zwischen 1994 und 2000 veröffentlichte die australische Kinderbuchautorin und -illustratorin Irena Sibley drei Easter Bilby-Bücher, darunter auch den Bestseller The "Bilbies' First Easter". 1993 verfasste die australische Kinderbuchautorin Jeni Bright die Geschichte "Burra Nimu, the Easter Bilby". Sie erzählt, wie Burra, ein schüchterner, aber tapferer Bilby das Land vor den Kaninchen und Füchsen beschützt, die dieses ruinieren. Die Not-for-Profit-Website www.easterbilby.info enthält Fakten zu den Bilbies und anderen gefährdeten Arten in Australien.
 

3) Sehr gut gefällt mir ja auch die Bronze-Skulptur Eliza in der Matilda Bay des Swan River von Perth, die nachts heimlich des Öfteren neu eingekleidet wird und eine eigene Facebook-Seite aufweist. Die vom Künstler Tony Jones 2007 im Auftrag der Stadt Perth gefertigte Statue erinnert gemeinsam mit dem nicht weit von ihr entfernten blauen Bootshäuschen daran, dass sich hier einst – Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts – mit den Crawley Baths ein beliebtes öffentliches Bad befand. Ich durfte Eliza in drei verschiedenen Outfits bewundern; auch ein Weihnachts-Outfit soll sie schon einmal getragen haben. Auf die Osterhasenohren habe ich leider vergeblich gewartet. Aktionen, wie das Planking auf der Statue im Nacktzustand durch einen übermutigen Australier, haben große Empörung und mediales Aufsehen verursacht. Der Planker meldete sich später zu Wort und betonte mit Verweis auf die Beweisfotos, dass er sich absichtlich leicht schräg über die Statue gelegt hätte, damit seine "dangling parts" keinesfalls zu sehen wären.

 

Meine Reise-Drei in Westaustralien: Natur, ganz pur!

Wer Natur in Perfektion erleben will, ist in Westaustralien bestens aufgehoben. Zumindest dann, wenn man nicht vor großen Distanzen und langen Fahrstrecken zurückschreckt. Zwischen Esperance im Südwesten und Broome im Norden gibt es zwischen türkisblauem Meer, weißen Dünen und tiefroten Nationalparks unglaublich viel zu entdecken. Meine drei Lieblinge dieser Reise kommen hier.

 
1) Lucky Bay, Cape Le Grand National Park: Die Entdeckung schlechthin im Südwesten Westaustraliens. Eine traumhafte Bucht, in deren Hinterland reichlich Western Grey Kangaroos zuhause sind und gerne über den kleinen, idyllisch strandnah gelegenen Campingplatz hüpfen. Einschlafen zur Brandung war niemals schöner! Auch der Sonnenaufgang in dieser Bucht zählt zu einem der schönsten, die ich jemals gesehen habe.
 
2) Green Pools, William Bay National Park, Walpole: Wow, welches Türkis! In dieser traumhaften Bucht mit feinstem Sand (der vor nichts und niemandem Halt macht, auch nicht vor jeder Faser und jeder Haarwurzel!) und adretten Felsen kommt man sich fast vor wie auf den Seychellen. Auch schnorcheln kann man hier, wenngleich sich die Fischvielfalt eher in Grenzen hält. Frühmorgens hier einzutrudeln bedeutet Idylle pur!
 
3) Cape Range National Park & Ningaloo Reef, Exmouth & Coral Bay: Wow, welche Fischwelt, welche Korallenwelt! In dieser Gegend kann man sich tagelang still beschäftigen – unter Wasser, nämlich, um jede Bucht nicht nur von Land aus genauestens zu erkunden. Mein Geheimtipp für Schnorchler: Die Bucht "Oyster Stacks" im Cape Range National Park, von Exmouth aus bequem in einem Halbtagesausflug zu erreichen.

 

12.3.2012 – GENUSSMEILE 43: Aus Neuseeland für alle Fans der GENUSSMEILE

Kuriositäten aus Neuseeland

Meine Reise-Drei des Monats: Lieblingsplätze auf der Nordinsel Neuseelands

Meine kulinarischen Drei des Monats: Lieblingslokale in Auckland

Kuriositäten aus Neuseeland

Die Neuseeländer, wie sind die denn so? Und Neuseeland, wie ist Neuseeland? Solche Fragen zu beantworten, ist immer schwierig, doch einiges kann man sich aus den Informationen zusammenreimen, die man aus Prospekten und Reiseführern bezieht. Dominante Eindrücke sind beispielsweise, dass es verdammt schwierig ist, sich viele der Ortsnamen zu merken, wenn diese Maori sind, denn die Sprache der Maori kommt mit gerade mal 13 Buchstaben aus. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele Orte sehr ähnlich klingen und man das GPS-Gerät durch den winzigsten Tippfehler schon mal ordentlich irritieren bzw. in die Irre führen kann.

In Neuseeland, genau genommen in der Hawke's Bay, befindet sich auch die Stadt mit dem weltweit zweitlängsten Namen, der für "The summit where Tamatea, the man with the big knees, the climber of mountains, the land-swallower who travelled about, played his nose flute to his loved one" steht und auf Maori so heißt: Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu.
Gut, dass wir dort gar nicht hinwollten! Bis ich das richtig im Garmin eingegeben gehabt hätte, wäre unsere Reisezeit vorüber gewesen. Die Stadt wird jedenfalls im Guinness Buch der Rekorde als längster offizieller Ortsname geführt.

Auch andere Städtenamen haben ihre Eigenheiten und bringen Einheimische zum Lachen. So etwa heißt die Region "Te Urewera" übersetzt soviel wie "verbrannter Penis". Dürfte nicht sehr beliebt sein, diese Gegend, wie ich vermute - außer vielleicht bei rachsüchtigen, betrogenen oder verlassenen Ehefrauen?

Dann wären da noch Episoden wie die folgende: Angeblich hat der Schauspieler John Cleese sich abfällig über Palmerston North geäußert. "If you ever do want to kill yourself, but lack the courage, I think a visit to Palmerston North will do the trick" (Wenn Sie sich umbringen möchten, aber zu feige dazu sind, fahren Sie nach Palmerston North; danach sollte das ein Kinderspiel sein!), soll er gesagt haben. Als Rache dafür haben die Einwohner dieser Stadt eine Müllhalde nach ihm benannt. Abgesehen von diesen kleinen Schrulligkeiten sind "die Neuseeländer", so solche Verallgemeinerungen jemals zulässig sind, extrem hilfsbereit, wenn auch im Vergleich zu "den Australiern" eher verschlossen.

Meine Reise-Drei des Monats: Lieblingsplätze auf der Nordinsel Neuseelands

Wenn ich drei Gründe nennen müsste, warum man unbedingt und sofort (naja, nicht sofort, sondern im neuseeländischen Sommer und nur dann) nach Neuseeland fahren muss, dann wären das:

Cathedral Cove: In einer 30-40-minütigen Wanderung über der Küste mit entsprechend traumhaften Ausblick gelangt man in diese kleine Bucht mit ihrer spektakulären Felsformation. Man ist dort zwar nie alleine, aber frühmorgens ist es noch relativ ruhig dort. Je nach Ebbe und Flut fallen die Bilder ganz unterschiedlich, aber immer sehr imposant aus!
Bay of Islands: Nördlich von Auckland erstreckt sich eine Gegend, die mit Russell und Paihia zwei kleine Örtchen aufweist, von denen aus man herrlich auf eine Bootstour durch die Inselwelt gehen kann. Mit etwas Glück, das fast täglich eintritt, sieht man Delfine, die rund um das Boot ihre Kunststücke aufführen.
Cape Reinga: Der nördlichste Punkt der Nordinsel, wo Tasmanische See und Pazifik zusammenstoßen, übertrifft sich selbst mit einer unglaublichen Dünenlandschaft, toller Vegetation mit Cabbage Trees und Tree Ferns sowie dem strahlend weißen Leuchtturm!

 

Meine kulinarischen Drei des Monats: Lieblingslokale in Auckland

Auckland ist schön, so kann man es kurz und einfach zusammenfassen. Insbesondere die Viertel Parnell, Ponsonby und Devonport, das revitalisierte Hafenviertel Viaduct Harbour und Winyard sowie all die traumhaft gelegenen Vororte, wie etwa Takapuna und Umgebung. Dementsprechend schwierig war es, für diese GENUSSMEILE meine drei Lieblingslokale in Auckland auszuwählen.

Foxtrot Parlour, Ponsonby: Im erst Ende 2012 eröffneten "Ponsonby Central", einem ehemaligen Warehouse, haben sich eine Reihe von Lokalen und Geschäften versammelt. Das Frühstück im Foxtrot Parlour war besonders gemütlich, kreativ und lecker! Hier zu sehen: die "coddled eggs with soldiers" (cremige Eier im Glas mit Toastbrotstreifen) sowie das vietnamesische Banh mi-Sandwich.

Little & Friday, Takapuna: Dieses kleine Lokal entdeckte ich, weil mich in einem Buchgeschäft das Backbuch dazu angelacht hat. Das Lokal gründeten Mutter und Tochter mit der Idee, es nur freitags in einem kleinen Laden zu betreiben. Mittlerweile gibt es zwei Filialen, die an sieben Tagen der Woche geöffnet sind. Fast hätte ich es geschafft, mich durch alle süßen Backwaren zu kosten… Dass es außerdem zahlreiche glutenfreie Süßigkeiten gibt, versteht sich in Neuseeland fast von selbst.
Domayn & Ayr, Parnell: Wer in Parnell gemütlich im Lokal oder vor dem Lokal sitzen und gut frühstücken möchte, sollte sich hier einfinden. Die Smoothies sind nicht nur köstlich, sondern werden auch in Marmeladegläsern serviert.  

 

12.02.2012 – GENUSSMEILE 42: Von der australischen Ostküste für alle Fans der GENUSSMEILE

Australia Day 2013, ein denkwürdiger Tag

Meine Drei des Monats: Geheimtipps an der australischen Ostküste

Wohnen in fremden Apartments, ein ganz besonderes Abenteuer – Unsere bevorzugten Buchungsplattformen

Australia Day 2013, ein denkwürdiger Tag

Der 26. Januar ist für Australier so etwas wie der größte Feiertag des Jahres, "even bigger than Christmas", wie uns eine Dame im Bus einmal erklärte. Denn am 26. Januar 1788 kam die First Fleet aus England in Sydney Cove an und begründete damit die Besiedlung Australiens durch die Europäer. Die Bedeutung dieses Feiertags, der automatisch in einem langen Wochenende mündet, war auch in den Supermärkten und Geschäften nicht zu übersehen: Bereits Wochen vorher wurden diverse Australien-Artikel angeboten, deren Nutzen und ästhetischer Wert sich nicht immer zwangsläufig sofort erschlossen. Bei ALDI gab es etwa Strandzelte, Fußbälle und Badetücher im blau-roten Flaggen-Look, in großen Supermärkten alles von Schürzen, zusammenklappbaren Hüten, aufblasbaren Riesenflipflop-Luftmatratzen, Mützen und Capes über Picknickdecken und Haarreifen bis zu Autoflaggen und Tattoos mit diesem Motiv. Die zweitwichtigste Farbkombination neben rot-blau ist gelb-grün. Denn dies sind die australischen Nationalfarben im Sport. Deshalb  gab es etwa in der Drogerie Terry White Nagellack-Sets in den australischen Farbtönen. Besonders kess fand ich ja die Namen dazu: In der gelb-grünen Abteilung standen etwa Frog Prince, Frangipani (benannt nach der wunderschönen Landesblume), Honolulu, Fresh Squeezed und Lagoon zur Auswahl.

Für den Australia Day am Samstag, 26. Januar waren unzählige Ganztagesveranstaltungen angekündigt, von eher unspektakulären Beach Barbecues, Picnics im Park und Sausage Sizzlers bis hin zu eher schrägen Events wie Flipflop-Weitwerfen oder Cane Toad Races, Wettrennen eher hässlicher Kröten.

Bereits Tage vor dem großen Feiertag fuhren Autos mit den australischen Flaggen am Dach durch die Städte, wurden große und kleine Flaggen auf Zelten und Wohnwägen montiert. Parallel dazu kündigte sich jedoch eine monumentale Schlechtwetterphase an, und damit meine ich nicht einen kleinen Regenschauer, wie er den durchschnittlichen Australier kalt lassen würde. Nein, Ex-Zyklon Oswald zog in seinem Gefolge einige verheerende Tornados nach sich, weshalb an der Ostküste von Queensland alle Veranstaltungen ins Wasser fielen und alle Kräfte gebraucht wurden, um Menschen, Autos und Häuser vor den Regenmassen, Stürmen und Verwüstungen in Sicherheit zu bringen. Deshalb kann ich euch leider nichts über die Veranstaltungen berichten, was auch mir viel lieber gewesen wäre, als in einem durchnässten Camper frühmorgens die Flucht vor einem Tornado anzutreten. Eines weiß ich aber auch so: Ausgehend vom unglaublichen Merchandising ist der Nationalstolz der Australier kaum mehr zu übertreffen!

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Meine Drei des Monats: Geheimtipps an der australischen Ostküste

Obwohl wir die Ostküste von Sydney bis Brisbane in einer sehr verregneten Zeit besucht haben, konnten sich drei Highlights herauskristallisieren, die ich auch beim nächsten Australienbesuch (ja,den wird es ganz bestimmt geben) keinesfalls auslassen werde.

1) Nambucca Heads: Die Türkis- und Sandtöne in dieser Bucht, wo der Nambucca River ins Meer mündet, ergeben die schönste Farbpalette, die sich ein meeraffines Herz nur vorstellen kann. Egal, ob man die Bucht bei einem Coastal Walk betrachtet oder von einem Lookout – ich finde sie einfach unglaublich schön.

 
2) Emerald Beach, Moonee Beach Nature Reserve: Dieser Strand ist Teil des Marine Park, zeichnet sich aber nicht primär durch seinen schönen Strand aus. Viel imposanter für uns känguruarmen Europäer ist die einheimische Bevölkerung, die sich durch Beutel und große Sprungkraft auszeichnet. Ja, im Buschland über und hinter diesem prächtigen Strand mit wunderbar tiefblauem Meer wohnen Eastern Grey Kangaroos. Sie sind durchaus gefährlich und ein wenig Angst einflößend, gleichzeitig aber ein wunderbarer Anblick in diesem einzigartigen Meeres-Buschland-Panorama und anscheinend ein fester Bestandteil dieser Region.
 
3) Tilligerry National Park, Nelson Bay: In diesem kleinen Nationalpark kann man auf einem self-guided walk nach Koalas Ausschau halten oder aber einfach nur über den wunderschönen Boardwalk spazieren und den Blick über das Meer schweifen lassen – bis man dann doch wieder nach oben in die Eukalyptusbäume blickt. Man weiß ja nie, ob nicht doch wo ein kleiner Koala schläft.

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Wohnen in fremden Apartments: Ein ganz besonderes Abenteuer – Unsere bevorzugten Buchungsplattformen

Wenn wir länger im Ausland stationär bleiben wollen, setzen wir seit einigen Jahren auf private Apartments anstatt auf Hotels. Das hat viele Vorteile: mehr Platz, um sich auszubreiten, kein lästiges Putzpersonal, das immer zum falschen Zeitpunkt das Zimmer entern möchte, die Möglichkeit, selbst zu kochen und ein klein wenig in ein fremdes Leben zu schlüpfen. (Okay, das muss nicht immer ein Vorteil sein, aber es eröffnet einem doch immer wieder neue Perspektiven.)

Zwei Plattformen haben sich dafür besonders bewährt: www.fewo-direkt.de, die in der internationalen Version unter der URL www.homeaway.com zu finden ist, sowie www.airbnb.com.

Auf fewo-direkt.de findet man hauptsächlich deutsche Vermieter, wobei diese Wohnungen oder Häuser in Deutschland, aber auch in von Deutschen gerne bereisten Städten und Ländern anbieten, wie etwa auf Mallorca oder auch in Florida. Auf dieser Plattform wird nur der Kontakt zu den Anbietern hergestellt, für den Mieter fallen keine Vermittlungsgebühren an. Man zahlt normalerweise 50% bei Buchung an und die restlichen 50% kurz vor Anreise, doch das hängt von den Vermietern ab. Man hat allerdings keinerlei Garantie, sein Geld zurückzubekommen, falls das Apartment nicht den Erwartungen bzw. Versprechungen entspricht (oder womöglich gar nicht existiert, aber das ist eine andere Geschichte, die weiter unten unter WARNUNG noch erläutert wird). Die Muttergesellschaft www.homeaway.com bietet 720.000 Ferienwohnungen in 168 Ländern.

Auf fewo-direkt haben wir beispielsweise schon ein Apartment an der Ostsee sowie drei verschiedene Apartments in Florida gebucht und waren immer höchst zufrieden. Manche Anbieter überraschen die Gäste mit einer Flasche Sekt oder frischem Obst zum Empfang – das variiert und macht diese Buchungsart umso spannender.

Manchmal gibt es – bei beiden Plattformen – besondere Goodies, wie etwa im Preis inbegriffene Fahrräder oder womöglich Kayaks oder eine Fotosession mit einem Profi-Fotografen. Dutzende Suchkriterien ermöglichen die Auswahl nach Ort, Termin, Ausstattung und natürlich Preis. Ein wichtiges Kriterium ist auch immer die Frage, ob man "mitwohnen" möchte oder lieber ein Apartment/Haus für sich alleine haben möchte.

Die Plattform airbnb.com funktioniert ein wenig anders. Sie ist mit Unterkünften in 192 Ländern und 26.000 Städten sehr international, verlangt aber auch eine Vermittlungsgebühr für die Herstellung des Kontakts zwischen Vermieter und Mieter und die Abwicklung der Buchung. Dafür bekommt man auch eine Garantie: Man bezahlt 100% bei Buchung via Kreditkarte an airbnb, doch der Vermieter erhält das Geld erst 24 Stunden nach dem angegebenen Einchecktermin. So wird sichergestellt, dass der Gast die Unterkunft so vorfindet, wie sie ihm angeboten wurde. Gast und Gastgeber sind registriert und können sich online bewerten. Manchmal kann die Identifizierung etwas mühsam sein, wenn man etwa dringend unterwegs buchen möchte und plötzlich einen Pass-Scan in die Webcam halten oder einen solchen Scan hochladen muss. Da dies aber der Sicherheit dient, kann man nicht viel dagegen einwenden, sondern hat am besten immer einen Pass-Scan elektronisch mit dabei. Die Vermittlungsgebühr beträgt 6-12% für den Gast (je nach Höhe des Gesamtbetrags) und 3% für den Vermieter. Sollte etwas nicht passen, kann man als Mieter also noch Einspruch erheben und bekommt sein Geld zurück. Diesen Schritt mussten wir glücklicherweise noch nie gehen, denn auch mit airbnb.com haben wir beste Erfahrungen gemacht. Die Apartments entsprachen sowohl in Sydney als auch in Brisbane und Auckland den Beschreibungen, die Antworten kamen fast immer sehr rasch und die Betreuung per Mail vor und während des Aufenthalts war jedes Mal ausgezeichnet. Die Preise für diese Apartments lagen in allen Fällen bei maximal EUR 100 pro Nacht, bei längeren Aufenthalten ist zumeist etwas Verhandlungsspielraum.

Für Australien, Neuseeland und den pazifischen Raum wurden uns kürzlich die Plattformen www.bookabach.com ("bach" = Ferienhütte) und www.bookastay.com empfohlen, wo man als Vermieter angeblich keine Vermittlungsgebühr bezahlt. Wir haben damit noch keine Erfahrungen gemacht, würden es aber bei Bedarf unbedenklich probieren.

WARNUNG: Explizit warnen möchte ich vor der Plattform craigslist.com, die für diverse Städte in aller Welt Apartments vermittelt. Wir waren bei einem Weihnachtsurlaub in New York kurz davor, das Superschnäppchen mit Traumlage und Traumblick zu buchen, als mir das doch alles sehr komisch vorkam. Es stellte sich heraus, dass es dieses Apartment (und viele andere dieser Plattform) gar nicht gab; man hätte 50% vorab via Western Union (da müssen bereits die Alarmglocken schrillen!) bezahlt, wäre dann hingefahren und hätte weder einen Vermieter noch ein Apartment, geschweige denn sein Geld je wieder gesehen.

Oben: Morgendlicher Besuch in unseren Apartment in Bondi Beach, Sydney, und abendliche Sonnenstimmung im Apartment
Unten: Ausblick vom Bett unseres Apartments in Sydney

Unten: Unser Apartment in Brisbane im up-and-coming Stadtviertel Paddington mit kleinem Garten
Unten: Unser entzückendes Urwald-Apartment im Norden von Auckland, Neuseeland

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12.01.2012 – GENUSSMEILE 41: Aus Sydney extra für alle Fans der GENUSSMEILE

99 Arten, ein Sydneysider zu sein – Ein Ratgeber für alle angehenden Sydneysider oder genau genommen Bondisider

Meine Drei des Monats, Teil 1: 3 mal 3 Lokaltipps für Sydney

Meine Drei des Monats, Teil 2: 3 mal 3 Sightseeing-Tipps für Sydney

99 Arten,ein Sydneysider zu sein – oder zu werden
Ein kleiner Ratgeber für alle angehenden Sydneysider oder genau genommen Bondisider
(Bondi wie in Bondi Beach, dem wunderschönen Strand im Osten Sydneys für alle jung Gebliebenen)

 

IN SACHEN KAFFEE

  • Bestelle deinen Kaffee immer als "Flat White" (Kaffee mit Milch & hübsch verziertem Milchschaum) und prinzipiell als Takeaway.
  • Wundere dich nicht, wenn du gefragt wirst, ob du ihn "boiling" oder bloß "hot" willst.
  • Wähle "boiling", wenn du ein echter Sydneysider sein möchtest. Du willst mit dem heißen Kaffee gewiss lange unterwegs sein. (Ob der Drang, immer einen Becher Kaffee in der Hand halten zu müssen, damit zusammenhängt, dass die Zigarettenpreise von ca. 12-15 EUR/Pkg. dazu geführt haben, dass Nikotinsucht durch Koffeeinsucht abgelöst wurde, ist lediglich die Theorie einer unbedarften Nicht-Raucherin und Nicht-Kaffeetrinkerin.)
  • Fange ein Gespräch mit der nächstbesten Person an, die neben dir auf einen Kaffee zum Mitnehmen wartet.
  • Freue dich über jede Antwort, egal ob dein Gesprächspartner aus Darlinghurst oder aus Düsseldorf kommt. (Ich weiß, Zweiteres kann eine gewisse Herausforderung darstellen.)
  • Trinke deinen Takeaway Coffee wann immer möglich im Gehen (notfalls auch auf dem Skateboard stehend; eventuell kannst du zum Ausbalanzieren in der zweiten Hand ein Surfboard oder ein frisch gebügeltes weißes Hemd auf dem Skateboard transportieren).
  • Gieße dir den Kaffee nicht über die Füße, denn diese tragen keine Socken.
  • Gieße dir den Kaffee nicht über die Füße, denn diese tragen vermutlich auch keine Schuhe, höchstens Flipflops (das aber nur im Notfall).
 

IN SACHEN BEKLEIDUNG

  • Nur weil es ein bisschen kühl ist und deine Gänsehaut wie ein Noppenpulli aussieht, ziehst du keinen Pullover an. Keinen, keinesfalls.
  • Du steckst auch keinen in Reserve ein (das schon gar nicht), außerdem hättest du ohnehin keine Tasche für den Transport mit.
  • Wenn du eine lange Hose brauchst, warte auf den hiesigen Winter. Im hiesigen Sommer, egal wie kühl er ausfällt, wird man dir keine verkaufen.
  • Wenn du etwas auf dich hältst, trägst du a) einen Badetuchumhang mit Kapuze, vorzugsweise mit Superman-Motiv, b) ein Tattoo auf den Waden oder c) ein buntes Strandliegetuch mit dicken, weißen Fransen (das ganz besonders).
  • Gehe im Zweifelsfall mit einem über die Schulter geworfenen Badetuch durch die Straßen, idealerweise barfuß oder maximal mit Badegewand und Flipflops bekleidet. Stecke das Badetuch keinesfalls in eine Badetasche! (Achte jedenfalls darauf, dass die Hände immer noch frei bleiben für Takeaway Coffee bzw. Surfboard.)

(Sollte ich in Sydney verhaftet werden, liegt das nur daran, dass ich auf der Suche nach einem befransten, hippen Strandtuch in keinem, wirklich keinem Geschäft fündig wurde und, da ich unbedingt auch etwas auf mich halten möchte, als einzigen Ausweg einen Strandtuchüberfall in Erwägung zu ziehen beginne.)

 

IN SACHEN ETIKETTE

  • Pinkle schnell und oft, denn die Werbungspausen im Fernsehen sind kurz, aber häufig.
  • Man ist nie zu jung oder zu alt zum Surfen und Wellenreiten.
  • Kein Brett ist zu klein oder groß für dich (höchstens die Wellen).
  • Fühle dich geliebt. So oft wie hier hat bestimmt noch niemals jemand zu dir "Darling", "Honey" oder "Love" gesagt. (Oder sollte diese Erfahrung doch nur meiner liebenswerten Persönlichkeit zu verdanken sein?)
  • Stelle dich bei Bushaltestellen nach guter englischer Manier brav an. Auch bei den öffentlichen Wasserspendern ("bubblers" genannt), den Fährzugängen, den Strandduschen, im Coffee Shop, in der Bakery und gegebenenfalls auch bei Ampelkreuzungen.
  • Trage es mit wortloser Gelassenheit, wenn sich andere Ignoranten und Touristen vordrängen, denn du weißt, nichts kann so wichtig sein, dass man sich darüber aufregen müsste.
  • Sag niemals mehr als drei Wörter hintereinander, ohne das magische Füllwörtchen "mate" einfließen zu lassen. Jeder ist dein Kumpel, ganz bestimmt, ganz bald!
  • Grüße jede und jeden.
  • Grüße folglich auch den Busfahrer beim Einsteigen.
  • Bedanke dich bei ihm beim Aussteigen, am besten mit "Thank you, mate!".
  • Sag zum Gruß "Howsitgoingmate". Es ist nicht wichtig, ob dich das Wohlbefinden deines Gegenübers wirklich interessiert.
  • Sag zum Abschied "Catchya later". Es ist nicht wichtig, ob du vorhast, dein Gegenüber jemals wieder zu sehen.
 

IN SACHEN SPRACHE

  • NOTINSERVICE ist keine Destination und auch nicht der Name der am weitesten verbreiteten Buslinie Sydneys, sondern die am weitesten verbreitete Anzeige auf den öffentlichen Bussen. Weit abgeschlagen dahinter liegen erstrebenswerte Anzeigen wie "333 North Bondi (Limited Stops)" oder "380 Watsons Bay via North Bondi".
  • Versuche, aus jedem Selbstlaut drei zu machen. (Tipp: Es hilft, wenn du aus der Steiermark kommst.)
  • Sag auf alles, was du gefragt wirst, "beautiful", etwa bei Gesprächen über das eiskalte Meer oder den grauen Himmel oder auf die Frage, welche Speisekarte dieses oder jenes Restaurant hatte: "Their menu was beautiful", klingt auch wirklich gut. "Beautiful" passt auch, wenn du in einem Geschäft den exakten Betrag in Münzen hast oder eine Kreditkarte überreichst oder einfach nur eine Bestellung machst, wie etwa "one flat white, please", auch das finden die Besitzer oft schon "beautiful".
  • Sag häufig "fair enough" als Antwort, es passt fast immer (auch wenn ich da auch noch nicht ganz sattelfest bin).
  • Sag niemals "husband", sondern "hubby", niemals "Tasmania", sondern "tassy", niemals "Christmas", sondern "chrissie". Kurz gesagt, kürze ab, was irgendwie abzukürzen ist, ganz selbstver!
  • Verwende im Zweifelsfall eine der folgenden Antworten: "pretty good", "beautiful" (siehe oben), "credit" gefolgt von "sign" (an der Kassa) und "flat white".
  • Verwechsle keinesfalls die Anlässe dafür. "Pretty good" eignet sich auf die Frage nach dem Wohlbefinden, "beautiful" auf alles Andere, "credit" bei Zahlungen mit einer europäischen Kreditkarte und "sign" bei genau diesen Zahlungen, wenn man keinen PIN-Code hat und stattdessen die Zahlung durch Unterschrift ermächtigen möchte.
 
 

IN SACHEN HANDY

  • Schaue ständig auf dein Handy. Wenn du keines dabei hast, tu zumindest so.
  • Verwende es keinesfalls zum Telefonieren. Bestenfalls zum Surfen, Texten, Facebooken oder Musikhören.
  • Wenn du deine Hände nicht am Handy beschäftigen kannst, winke damit. Winke unter dem Stichwort "signal the driver" den Bus heran, damit er auch wirklich stoppt, wenn er denn endlich mal vorbeikommt, oder winke einem Autofahrer zu, der sonst keinesfalls stoppen würde, nur weil du bei einem Zebrastreifen die Straße überqueren möchtest. Winke einem Superman zu oder einem Papagei. Alles ist erlaubt, manches auch erforderlich.
 

IN SACHEN STRANDLEBEN

  • Schwimme bei jedem Wetter, auch wenn Ausländer ohne englische Gene gerade mal ihre Zehen ins Wasser stecken.
  • Schwimme bei jedem Wetter, auch wenn Ausländer ohne englische Gene im Pullover bibbernd am Ufer stehen.
  • Schwimme bei jedem Wetter, auch wenn Ausländer ohne englische Gene im Pullover und mit Regenjacke und Trekkingschuhen bibbernd am Ufer entlanghasten.
  • Kurz gesagt: Wenn das Meer da ist, geh hinein. Wenn nicht, auch.
  • Sage, wenn dein Drachen auf einem dicht bevölkerten Strand unerwartet abstürzt und zwei Menschen fast zum Herzinfarkt bringt, etwas Einfühlsames wie "Did we kill anyone?"
  • Sage, wenn dich an einem schönen Sommertag fast ein abgestürzter Drache dahinrafft, etwas völlig Empörtes wie "No worries, mate!"
 

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Meine Drei des Monats: 3 mal 3 Lokaltipps für Sydney

Wer ganze vier Wochen in Sydney verbringt, hat die Qual der Wahl zwischen unzähligen toll gelegenen Lokalen mit wunderbarer Fusionsküche und allen nur erdenklichen internationalen Einflüssen. Die Auswahl meiner ganz persönlichen Lieblingslokale war nicht leicht, weshalb ich diesmal auf 3 mal 3 umgestiegen bin:

Bathers' Pavilion, Balmoral Beach: Das Cafe und Restaurant des Kanadiers Serge Dansereau liegt im Art Deco-Gebäude des Bathers' Pavilion mit traumhaftem Meerblick, ist stimmig eingerichtet und kredenzt wahre Köstlichkeiten, die aber wahrlich nicht in die Kategorie der Schnäppchen fallen. (Diese Kategorie ist in Sydney aber generell unterrepräsentiert, um nicht zu sagen inexistent.) Zum Bathers' Pavilion…
 
Bondi Icebergs, Bondi Beach: Mit Blick auf den Bondi Beach gelegen befindet sich dieser Rockpool mit Cafe und Restaurant. Wenn man rechtzeitig am späten Vormittag eintrifft, ergattert man vielleicht noch einen der heiß begehrten Sitzplätze auf der Terrasse und kann dann in aller Ruhe der Zeit beim Vergehen zusehen. Für Sydney ausgesprochen gutes Preis-Leistungsverhältnis! Zum Bondi Icebergs Club…
 
The Sailors Club, Rose Bay: Dieses wunderbar gestylte Lokal wartet mit exquisiter Küche und ebensolchen Ausblicken auf die Rose Bay auf. Hier würde ich sogar bei Schlechtwetter herkommen, denn das Interieur ist einfach zauberhaft leicht – es lässt sich also notfalls auch mal drinnen aushalten. Das Preis-Leistungsverhältnis ist zweifelhaft, aber einen Drink kann man sich hier allemal gönnen! Zum Sailors Club…
 

Bird & Bear Boathouse, Elizabeth Bay: Ebenfalls sehr nett gelegen ist dieses simple Lokal an einem Bootsanleger, von wo aus man einen netten Coastal Walk Richtung Rose Bay unternehmen kann. Zum Bird & Bear Boathouse…

 

Doyles on the Beach, Watsons Bay: Bei Doyles on the Beach bekommt man leckere Fish & Chips-Gerichte, sowohl zum Vorortessen als auch als Takeaway, wenn man sie dann im Park in der Bucht mit Blick auf die Skyline oder beim Warten auf die Fähre genießen möchte. Dieser Ort mit dem "Nahversorger" Doyles ist auch ein toller Platz fürs Feuerwerk-Spotting zu Silvester! Zu Doyles on the Beach…

 
bills: Das erste Restaurant von Bill Granger in Darlinghurst besticht nicht unbedingt durch das Interieur, sondern vielmehr durch das leckere Essen, wie etwa die Ricotta Hotcakes mit Honeycomb Butter oder das mit Brioche Egg gefüllte Brioche. Viel hübscher sieht da schon die Filiale in Surry Hills aus, die wir erst testen müssen, aber die Gerichte sind sicher auch hier top! Zu bills…
 
Poolside Cafe, Andrew (Boy) Charlton Pool: Der Ausblick auf den Pool und den Hafen ist einfach toll; im Cafe sitzt man gemütlich und kann merken, wie man Lust bekommt, selbst auch in diesen beheizten und ausnahmsweise nicht wellenumtosten Pool zu springen. Zum Poolside Cafe…
 
Thelma & Louise: Dieses kleine Lokal direkt beim Fähranleger in der Neutral Bay wartet mit köstlichen Kleinigkeiten auf (etwa Mini Lemon Meringue Pies) sowie eiskalten Shakes. Der Ausblick ist toll, die Inneneinrichtung urig – gerade das Richtige für eine kleine Stärkung zwischendurch! Zu Thelma & Louise…

Bourke Street, Surry Hills: Nur wenige Schritte voneinander entfernt, genau genommen schräg gegenüber voneinander, liegen zwei Kleinode, wie ich sie bei mir zuhause ums Eck auch gerne hätte. Die mittlerweile berühmte Bourke Street Bakery mit einem eigenen Kochbuch zaubert wahrlich köstliche Backwaren, ob das besonders saftige Dark Chocolate Raspberry Muffin oder die Passionfruit Meringue Pie. Man kann – zumindest in der uns bekannten Filiale in Surry Hills – zwar nur auf der Straße sitzen, fühlt sich in diesem Neighbourhood Cafe aber gleich wohl. Zur Bourke Street Bakery… The Book Kitchen wiederum ist ein Warehouse-artiges Lokal, dessen Dekoration aus einer Fülle an mit Kochbüchern gefüllten Regalen besteht. Die kreative Frühstückspalette, wie etwa das Brie-Omelette mit einem Blattsalat mit Feigen-Rotwein-Dressing, besteht aus köstlichen pikanten Ideen, und auch die Muffins sahen ganz besonders verlockend aus! Zur Book Kitchen…

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Meine Drei des Monats, Teil 2: Sightseeing-Tipps für Sydney
Der ultimative Pylon Lookout: Von diesem Brückenpfeiler der berühmten Harbour Bridge hat man einen Traumausblick auf die Oper und die ganze Bucht mit ihrem regen Kommen und Gehen von Booten und Schiffen. Schöner wird Sydney einfach nicht mehr als von hier oben!
 
Silvester in Sydney: Abgedroschen, aber unübertroffen! Wie oft hat man schon Bilder davon im Fernsehen gesehen? Doch selbst live dabei zu sein, ist ein unschlagbares Erlebnis, vor allem, wenn man ein relativ menschenleeres Plätzchen dafür findet, wie etwa in der Watsons Bay. (Ja, relativ ist in diesem Zusammenhang ein relativer Begriff.)
 
Fährenfahren, tagein, tagaus: Nirgendwo geht das vermutlich besser als in Sydney. Für einen gemütlichen Fährenausflug empfiehlt sich eine Fahrt mit Fähre nach Parramatta, vorbei an unzähligen Buchten mit Traumhäuschen und kleinen Stränden, für einen kürzeren Ausflug die Fähre in den Traumort Manly (7 miles from Sydney, 100 miles from care).
 
North Sydney Olympic Pool: Dieser "Pool with a View" ist ein Wahnsinn! Auf der einen Seite die Harbour Bridge, auf der anderen der Luna Park – über einem der blaueste Himmel weit und breit…
 
Royal Botanic Gardens inklusive Andrew Boy Charlton-Pool: Hier ist es einfach immer schön! Papageien, Ibisse, Lotosblütenpool, netter Shop, überraschende Ausblicke auf die Oper, blühende Frangipani-Bäume, im Hintergrund die Skyline, hier gibt Sydney einfach alles!
 
Walk von Manly nach Shelly Beach: Dieser kurze Walk ist so schön, dass ich ihn bei jedem Ausflug nach Manly gehen muss, denn der Ausblick aufs Meer, den Rockpool, die Kunstwerke am Wegrand und die im Buschwerk versteckten Eastern Sea Dragons, eine Art Leguane, sind einfach toll!
 
Walk von der Watsons Bay zum South Head: Entspannung nach Sydney-Art bei einem Walk on the wild side, bei dem man einen hübschen Coastal Walk mit wunderbaren Ausblicken vorbei an einer Reihe schöner Strände bis zum South Head und dem schönen Leuchtturm machen kann.
 
Walk von Bondi nach Coogee oder sogar bis Maroubra: Spazierwandern über dem Meer, vorbei am traumhaft gelegenen Waverley Cemetery, tosende Gischt unten, kreischende Papageien und andere Vögel über einem, dazwischen wunderbare Strände, hier legt sich Sydney so richtig ins Zeug!
 
SHOPPINGTIPPS für SYDNEY: Mit etwas Übung kann man dem Liebsten auch Shopping-Exkursionen als Sightseeing unterjubeln. Ich gebe aber zu, dass diese Manöver meistens nicht unbemerkt bleiben. Dennoch finde ich, dass Marktkultur sehr viel mit der Kultur eines Landes, Volkes oder einer Region zu tun hat, deshalb hier meine bisherigen Lieblingsmärkte: The Rocks mit seiner Fülle an handgemachten Souvenirs jeder Art, der Bondi Market mit einer unglaublichen Vielfalt an Kunsthandwerk und Mode, der beliebte Paddington Market inklusive kleinem Foodcourt an der trubeligen Oxford Street und der Manly Marketplace, ein kleinerer Markt nur wenige Meter vom Strand entfernt. Was wäre ein Städtebesuch ohne Marktbesuch? In Sydney, wo die Marktkultur sowohl in puncto Farmers' Markets und Artisans' Markets boomt, wäre das undenkbar.