Hamburg, ach so

Bei der Hitze von 34 Grad, die uns gemeinsam mit blauem Himmel in Hamburg erwartet, und der Route, die uns das GPS entlang einer urnetten Wohngegend bei der Alster führt (Sierichstraße, teils Wohnungen mit Balkons und Blick auf Wasser) stellt sich die Frage, ob es sich hier nicht sehr nett wohnen ließe. Für einen verdammt heißen Moment drängt sich nämlich der Vergleich mit Sydney auf. (Einen Tag und gefühlte 240 km später sehen das Wetter und meine Meinung dazu schon anders aus: es hat über Nacht um 14 Grad abgekühlt und das Blitzblau ist einem aschfahligen Mausgrau gewichen.)

Wieder einmal ist die Speicherstadt total nett, überall offene Tore, die einen Blick gewähren auf das Gut oder Weniger-Gut, das man hier käuflich erwerben kann. Und was erneut nicht fehlen darf, ist ein Besuch im Gewürzmuseum Spicy’s, das alleine wegen des herrlichen Geruchs nicht auf dem Hamburg-Programm fehlen darf!

Speicherstadt Speicherstadt, Laden

Mindestens ebenso gefällt mir auch diesmal das Viertel Övelgönne an der Elbe, wo die Menschenmassen mit Blick auf Riesenfrachtschiffe baden und am Sandstrand das Sommerleben zelebrieren wie in Lignano, während Schön und Vermutlich-Sehr-Sehr-Reich sich in den Villen dahinter den Blick auf die Elbe von ihren Luxusterrassen aus geben.

Elbufer im Hochsommer 

Das etwas tristere Wetter am zweiten Tag ruft lautstark nach Shopping. Diesem Ruf folge ich trotz meiner Müdigkeit. Und was ich alles entdecke! Supertolle Backformen beim Handelshaus Laegel für neue Küchenexperimente, Backzutaten im Supermarkt und den Bastelladen idee.creativmarkt, für dessen Besuch ich Max im Starbucks abgebe und dann haltvoll aber begeistert mit einer großen Tüte Bastelzeugs(aber, vielleicht ein Fehler, noch keinem zweiten Koffer) zurückkehre. Ein Mittagsbesuch an der Alster bringt Matjes und Räucherlachs unseres Wegs, während es aufs Dach des Ponton-Restaurants prasselt.

Darauf folgt das Wunder der Globalisierung, als wir beim Einrichtungshaus BUTLERS einfallen, das ja auch in Wien ein paar Filialen betreibt. Wir entdecken tolle wie aus Treibholz gefertigte Truhen, die natürlich flugzeugtechnisch eine gewisse Herausforderung bedeuten würden, erfahren dann aber, dass wir die Truhen, wenn wir sie sofort bezahlen, kostenlos nach Wien geliefert bekommen können – sofern sie online bestellbar sind. Das sind sie aber nicht – wäre auch zu leicht gewesen! Wo bleibt da noch die Herausforderung des Shoppings unhandlicher Dinge auf Reisen?

Wir gehen enttäuscht weiter und haben eine neue Idee: wir könnten, verrückt aber auszeitmäßig passend, den Rückflug verfallen lassen und ein Mietauto one-way nach Wien führen – darin natürlich die beiden Truhen. Im Hotel stellen wir dann, dem kostenlosen WLAN im Zimmer sei Dank, fest, dass dies grenzüberschreitend nicht geht. Also "back to square one". Ich habe die verdammt simple, aber doch einen Versuch lohnende Idee, einfach Butlers anzumailen. Dabei kommt man zwar immer auf eine deutsche Mail-Adresse, aber ich schildere mein Anliegen unter Zuhilfenahme des oft strapazierten Wörtchens "DRINGEND" und dreier Rufzeichen und gelange scheinbar an eine verständnisvolle Dame, die mir, innerhalb von nicht mal 10 Minuten zurückmailt. Sie hat mir die letzten beiden in Wien lagernden Truhen zur Seite legen lassen! Glaubt man das? So einfach kann es gehen – auch wenn das das Reisen um einiges unspektakulärer macht… Ich werde berichten, ob das auch wirklich so geklappt hat, ganz kann ich es noch nicht glauben.


Kommentare

Hamburg, ach so — 1 Kommentar

  1. Soso…da seit ihr 100 km, 1 Stunde, von mir entfenrt und ich bekomme das nicht mit???? tze ze…und dabei hättet ihr auch mal einen KielBummel machen können. Schade :-(( Hätte euch gerne mal getroffen. Leagel ist toll, nicht wahr??? Butlers gehört auch zu einem meinen Lieblingsläden und der Bastellladen ist wirklich klasse, ich gehe da gerne hin wenn ich in HH bin.
    Ich hätte euch gerne ins Schanzenviertel zu Tim Mälzers Restaurant (Bullerei) geführt….oder in die kleinste Hafenkneipe (12 Sitzplätze) – Ina Müller macht dort immer die Aufzeichnungen für INA´s Nacht.
    LG dann, Chrissi

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